Milk 2014

FineArt Print, Acrylglas, 50×100 cm, 8 Motive

Junge Frauen wurden von mir in eine fette Milch-Wasser-Mischung gelegt. Milch – Lebensspender. Muttermilch. Kalziumspender. Symbol für Leben und Geborgenheit. Doch sie trügt vielleicht? Die Gesichtsmalereien wirken rituell. Sie sind die letzte Verbindung zum Boden, zur Realität, zur Welt, denn die Frauen drohen, zu gehen.

Milk

Habe ich es dir nicht gesagt?
Ich breche auf
nach dem
wie-es-hätte-sein-können.

Löse mich auf
zerrinne endlich
ins unsichtbare, blanke, tiefe Weiß,
bin für dich nun nicht mehr greifbar
und verliere jede Kontur,
bin geborgen und umhüllt
von diesem Wachs meiner Zärtlichkeit.

Darf den Boden unter den Füssen verlieren,
in Liebe versinken
und ich verliere mich
an mich.
Meine Ohren füllen sich mit der kühlen Flüssigkeit
macht es still in mir.
Das Geräusch der Welt tobt nicht mehr in Kopf und Herz.

Das Weiß verliert sich endlich in die finale Farblosigkeit.
Was bleibt ist Milch.
Vielverprechende, satte Pigmente von frohen Farben.
Sie halten das Versprechen nicht.
Leicht und sinnlos brabbelnd auf der Oberfläche
schwimmen sie da,
wo du mich vermutet hast.

Text: Sabine Arndt

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